Simon Hönicke

SOFT BODY/RIGID BODY

Simon Hönickes Arbeiten sind immer zeitbasiert. Ausgangspunkt seiner Betrachtungen ist der Mensch in seiner fragilen Körperlichkeit und Wahrnehmung. Die Protagonisten sind allerdings nur Prototypen: geschlechtslos und ohne physiognomische Anhaltspunkte. Ihre Identität tragen sie nicht in sich, sie umgibt sie. Innenweltliche Bilder stellt Simon Hönicke dar, Bilder, in denen sich Körper transformieren, auflösen und ineinander verschmelzen. Dabei benutzt er die verfügbaren Tools, um den Körper und seine Umwelt in ihren Eigenschaften zu manipulieren. Physikalische Gesetzmäßigkeiten werden außer Kraft gesetzt, sodass deren Logik der eines Traumes gleicht. Nichts ist unveränderbar und kein Objekt in sich geschlossen. Dieser Unsicherheit unterliegen alle drei gezeigten Arbeiten. 

Kontaktlinse:

Diese Arbeit befasst sich mit der Erfassung und dem Verständnis für Räumlichkeit. Der Protagonist navigiert in POV-Perspektive durch nicht texturierte geometrische Formen. 

Hier ist der Bezug zum Gaming besonders stark zu spüren. Navigation und Aufbau der Map erinnern an Egoshooter. Auf der Ton-Ebene versucht die Arbeit, das gesehene in ein auditives Erlebnis zu übersetzen.

 Einladung als pdf zum download

Undying:

“Let me tell you a story so sad, you wouldn’t believe it“- so eröffnet eine digitale Stimme die Erzählung in Undying, während sich der Betrachter einem dreidimensionalen Grafik-Modell, dem Nachbau des Hotel Acons nähert. Dieses Hotel beherbergt seit einigen Jahren Menschen in prekären Lebenslagen zu unwürdigen Konditionen. In einem sarkastischen Stil-Mix aus investigativem Journalismus, surrealem Rave-Märchen und Elementen aus Musikvideos erzeugt die digitale 3D-Inszenierung einen rauschähnlichen Sog der Betroffenheit.

Selfsoiling:

Selfsoiling ist ein Loop, der die Abwärtsbewegung eines Körpers zeigt. Hier wird besonders die körperliche Beschaffenheit eines synthetischen Körpers untersucht und verdeutlicht. Der Look der Arbeit orientiert sich an medizinischen Schemadarstellungen. Untertitel formulieren eine mantraartige Wort-Rhythmik mit dem Begriff Selfsoiling, was zum einen mit „sich selbst erden“ oder auch „sich beschmutzen“ übersetzt werden kann.

zoom_talk findet am Sonntag, 12.12.21 ab 10 Uhr statt.

Die Ausstellung SOFT BODY/RIGID BODY ist vom 28.10.21 bis zum 09.01.22 auf POOOLmag, der digitalen Plattform der gruppe3/55 e.V. zu sehen. poool.kunstwechsel.de

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