Nijole Schaffmeister

I see a red door
And I want it painted black
No colors anymore
want them to turn black

Inmitten der EU  leben Menschen unter absolut menschen-unwürdigen Bedingungen, Kinder werden im Schlaf von Ratten angefressen, hören auf zu sprechen, verletzen sich selbst oder versuchen sogar sich das Leben zu nehmen. Geflüchtete werden nicht gerettet sondern zurück aufs Meer gedrängt oder auf Rettungsinseln im Mittelmeer ausgesetzt. Menschenrechte? Die EU schaut zu. Alle 10 Sekunden stirbt auf der Welt ein Kind an Hunger, während alleine in Deutschland jedes Jahr 12 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Unterdessen steuert die Welt gemeinsam auf die globale Klimakatastrophe zu. Folgen werden weiterhin ignoriert, die Augen vor wissenschaftlichen Analysen verschlossen. Im Bundestag sitzen Rechtsextreme. Halle, Hanau, Lübcke. Jeden dritten Tag stirbt in Deutschland eine Frau durch die Hand ihres Partners.

Diese Aufzählung könnte noch lange so weitergeführt werden.

Ausgangspunkt für Nijole Schaffmeisters künstlerische Arbeit sind die sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen dieser Welt, mit denen sie sich konfrontiert sieht und zu denen sie sich in ihrer Malerei positioniert:  

Die immer gleiche amorphe Form wird geschichtet, überlagert und verdichtet sich, baut sich auf, wird freigestellt. Die Fläche wächst, nimmt mehr Raum ein, formt sich neu, verändert sich. Die Konturen der einzelnen Formen bleiben in der Überlagerung sichtbar und bilden neue Umrisse, an denen sich der Blick entlanghangeln kann. In den stark glänzenden schwarzen Flächen spiegelt sich die Akteurin oder auch der Betrachter und wird somit selbst ein Element des Bildes. Farbe, Form und Oberfläche werden dabei ebenso zu Metaphern wie der malerische Prozess selbst.

Das Schwarz wird zur Schwarzmalerei, das Bild zum Statement.

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